Osteocalcin
- Serum zentrifugiert
- ECLIA
Erythrozyten enthalten Proteasen, die Osteocalcin abbauen. Blut sollte daher so schnell wie möglich zentrifugiert werden, bei Röhrchen ohne Geltrennschicht anschließend auch abgesert.
Allgemeine Informationen
Osteocalcin ist das häufigste nicht-kollagene Protein der Knochenmatrix. Es wird von Osteoblasten gebildet und gilt als Marker des Knochenumsatzes. Die Konzentration im Serum beziehungsweise Plasma korreliert mit der Knochenumsatzrate. Der Test erfasst sowohl das stabile N-MID-Fragment als auch intaktes Osteocalcin.
Indikation
Die Bestimmung von N-MID-Osteocalcin kann eingesetzt werden bei:
- Therapieüberwachung antiresorptiver Behandlungen, beispielsweise mit Bisphosphonaten, Hormonersatztherapie oder Denosumab
- Osteoporose
- Hypercalcämie
- Störungen des Knochenstoffwechsels
- Primärem und sekundärem Hyperparathyreoidismus
- Verlaufskontrolle von Erkrankungen mit verändertem Knochenumsatz
Osteocalcin dient als Marker der Knochenneubildung und des Knochenumsatzes. Veränderungen der Konzentration können den Therapieerfolg bei antiresorptiven oder anabolen Therapien widerspiegeln.
Störfaktoren
Folgende Faktoren können die Messergebnisse beeinflussen:
- Bei hochdosierter Biotintherapie (> 5 mg/Tag) sollte die Blutentnahme frühestens 8 Stunden nach der letzten Einnahme erfolgen.
- Extrem hohe Titer von Antikörpern gegen analytspezifische Antikörper, Streptavidin oder Ruthenium können in seltenen Fällen Interferenzen verursachen.
- Erhöhte Osteocalcinwerte können bei Niereninsuffizienz auftreten, bedingt durch eingeschränkte Clearance oder renale Osteodystrophie.
Für folgende Substanzen wurden keine klinisch relevanten Interferenzen bis zu den geprüften Konzentrationen festgestellt:
- Bilirubin ≤ 66 mg/dL
- Hämoglobin ≤ 500 mg/dL
- Intralipid ≤ 1500 mg/dL
- Biotin ≤ 50 ng/mL
- Rheumafaktoren ≤ 2200 IU/mL
Referenzbereich / Cut-offs
Männer | ng/mL |
| 18-30 Jahre | 24 – 70 |
| 30-51 Jahre | 14 – 42 |
| 51-71 Jahre | 14 – 46 |
Frauen | 11-46 |