Eiweiß-Elektrophorese (Serum)
- Serum
- Kapillarelektrophorese
Allgemeine Informationen
Die Serumeiweißelektrophorese ist ein laborchemisches Verfahren, bei dem die Eiweißbestandteile des Blutserums nach ihrer elektrischen Ladung und Größe in verschiedene Fraktionen aufgetrennt werden.

Quelle: IMD Potsdam
Die Methode erlaubt eine qualitative und quantitative Beurteilung der Proteinverteilung im Serum und zeigt charakteristische Muster bei verschiedenen Erkrankungen.
Indikationen
Diagnostik und Verlaufsbeurteilung von:
- Monoklonalen Gammopathien (z.B. multiples Myelom, MGUS, Morbus Waldenström)
- Abklärung von Immundefizienzen
- Akute oder chronische Entzündungen
- Leber- und Nierenerkrankungen (z.B. nephrotisches Syndrom)
- Proteinverlust oder Ernährungsstörungen
Bei Nachweis oder Verdacht auf eine monoklonale Bande in der Elektrophorese ist eine obligat.
Sie dient zur Bestätigung und Charakterisierung der Paraproteine (z. B. IgG‑κ, IgA‑λ) und ermöglicht eine genaue Abgrenzung zwischen mono-, oligo‑ oder polyklonalen Veränderungen.
Referenzbereich / Cut-offs
— Relativ (%) absolut (g/dL)
Albumin: 55.8-66.1 4.2.-4.76
α1-Globulin: 2.9-4.9 0.21-0.35
α2-Globulin: 7.1-11.8 0.51-0.85
β1-Globulin: 4.7-7.2 0.34-0.52
β2-Globulin: 3.2-6.5 0.23-0.47
γ-Globulin: 11.1-18.8 0.81-1.35
Zur Quantifizierung der Fraktionen wird das Gesamteiweiß mitbestimmt
Störfaktoren
- Hämolyse
- Lipämie
- Plasma oder unvollständig geronnene Proben statt Serum
- Ig-Substitution
- Akute-Phase-Reaktion