Multiplex Analyse (STI Panel 1): Chlamydia trachomatis, Neisseria gonorrhoeae, Trichomonas vaginalis, Mycoplasma genitalium
Synonyme: STD (Panel 1), Sexuell-übertragbare Infektion (Panel 1), STI
Material:
- PCR-Abstrich "eSwab" (Urogenitaltrakt oder Anus)
- Biopsat
Befundrücklauf:
Arbeitstäglich (Mo - Fr: 8.00 Uhr - 18.00 Uhr)
Standort:
Martinsried
Nachforderung:
3 Tage
Methode:
- PCR
Einheit:
qualitativ
Mögliche Proben-Abnahmegefäße

eSwab
Analyt | |
| Chlamydia trachomatis PCR | Auch Erststrahl-Urin (Morgenurin) als Material möglich |
| Neisseria gonorrhoeae PCR | Gonokokken, Tripper |
| Trichomonas vaginalis PCR | - |
| Mycoplasma genitalium PCR | fakultativ pathogen; verursacht Urogenitaltraktinfektionen |
Allgemeine Informationen
Hinweis zur Anforderung: in Abhängigkeit von Anamnese, klinischem Befund und etablierten Screeningprogrammen (z.B. Chlamydien-Screening bei sexuell aktiven Frauen <25 Jahren im gynäkologischen Setting) – können gezielte Einzel-PCR-Untersuchungen auf spezifische Erreger jederzeit sinnvoll und indiziert sein und sind einzeln anforderbar.
Indikation:
Bei asymptomatischen Patient:innen sollte eine routinemäßige Testung auf Ureaplasma spp. und Mycoplasma spp. (insbesondere M. genitalium) nicht erfolgen. Hintergrund sind die unklare klinische Relevanz asymptomatischer Nachweise sowie eine fehlende klare Therapieindikation bei gleichzeitig zunehmender Resistenzentwicklung, insbesondere bei M. genitalium. Dies gilt in besonderem Maße für Nutzer:innen der HIV-Präexpositionsprophylaxe (PrEP), bei denen häufige Screenings zu zufälligen Nachweisen führen können. Demgegenüber ist ein Screening mittels PCR auf Chlamydia trachomatis und Neisseria gonorrhoeae insbesondere bei sexuell aktiven Personen sinnvoll, da für diese Erreger eine klare Evidenz für die Behandlungsbedürftigkeit auch asymptomatischer Infektionen besteht, um Transmission und Komplikationen zu verhindern.
Letzte Aktualisierung : 24.08.2026