Präeklampsie-Diagnostik (ab 20. SSW)
- Serum zentrifugiert
- Rechenwert
Mögliche Proben-Abnahmegefäße

Serum mit Trenngel
Analyt | |
| sFlt-1/PlGF-Quotient | - |
Allgemeine Informationen
Die Präeklampsie (auch EPH-Gestose oder Schwangerschaftsvergiftung), ist eine seltene, aber schwer verlaufende Multisystemerkrankung, die nur in der Schwangerschaft vorkommt. Es treten drei Leitsymptome auf: Ab der 20. SSW neues Auftreten von Ödemen, Proteinurie (≥300 mg/24h) und Hypertonie (≥ 140/≥90 mmHg). Mit einer Inzidenz von weltweit 8% (in Deutschland sind es 2%), ist es eine der Hauptursachen für perinatale und maternale Morbidität und Mortalität weltweit.
Daher sind eine zügige Diagnosestellung und eine sofortige Therapie essentiell!
Indikation
- Abklärung des Verdachts auf Präeklampsie bei Schwangeren mit:
- Hypertonie
- Proteinurie
- klinischen Symptomen (z. B. Kopfschmerzen, Sehstörungen, Oberbauchschmerzen)
- Differenzialdiagnostik hypertensiver Schwangerschaftserkrankungen
- Kurzfristige Vorhersage des Auftretens einer Präeklampsie
- Risikostratifizierung und Verlaufsbeurteilung bei bestehendem Verdacht auf Präeklampsie
Referenzbereich / Cut-offs
Bei Schwangeren mit Präeklampsie sind typischerweise die Serumkonzentrationen für erhöht und für vermindert.
Der Quotient aus sFlt-1- und PlGF-Werten ermöglicht mit hoher Aussagekraft eine kurzfristige Vorhersage und das Monitoring in unklaren klinischen Situationen mit Verdacht auf Präeklampsie.
Störfaktoren
- Mehrlingsschwangerschaften (veränderte PlGF- und sFlt-1-Konzentrationen)
- Vorbestehende Nieren- oder Gefäßerkrankungen
- Chronische Hypertonie
- Plazentare Erkrankungen (z. B. fetale Wachstumsrestriktion, Plazentainsuffizienz)
Darüber hinaus bieten wir im Rahmen des Ersttrimester-Screenings (11.-14 SSW) auch die Möglichkeit, das spätere Risiko für eine Präeklampsie zu berechnen. Siehe hierzu