PAPP-A

Synonyme: PAPPA, Pregnancy-Associated Plasma Protein A, Schwangerschafts-assoziiertes Plasmaprotein A, Pappalysin-1
Analytisches Labor
Material
Material:
  • Serum
Probenmenge
Probenmenge:
1 mL
Untersuchungsdauer
Befundrücklauf:
2 mal pro Woche
Standort
Standort:
Martinsried
Probenstabilität
Präanalytik:
Serumprobe vollständig koagulieren lassen und alsbald zentrifugieren Stabilität: 24 h bei RT, max. 48 bei 2-8°C
Methode
Methode:
  • CLIA
Einheiten
Einheit:
U/L
Akkreditierung
Akkreditierung:
ja

Mögliche Proben-Abnahmegefäße

  • Serum mit Trenngel

Allgemeine Informationen

PAPP‑A ist eine Zink-abhängige Metalloproteinase, die überwiegend vom Synzytiotrophoblasten der Plazenta gebildet wird. Im mütterlichen Serum ist PAPP‑A ab etwa der 5. Schwangerschaftswoche nachweisbar, die Konzentration steigt im Verlauf der Schwangerschaft kontinuierlich an. Im Rahmen des wird PAPP‑A zusammen mit und sonographischen Parametern zur Risikoberechnung fetaler Chromosomenstörungen eingesetzt.

Indikation

 

  • zwischen 11+0 und 13+6 SSW zur Risikoberechnung für:
    • Trisomie 21 (Down-Syndrom)
    • Trisomie 18 (Edwards-Syndrom)
    • Trisomie 13 (Pätau-Syndrom)

 

  • Zusätzlich Abschätzung des Risikos für:
    • intrauterine Wachstumsrestriktion (IUGR)
    • Früh-, Fehl- oder Totgeburt

Referenzbereich / Cut-offs

SSW

10-11     0,22 – 1,76

11-12     0,41 – 3,20

12-13     0,79 – 5,62

13-14     1,14 – 7,72

14-15     1,65 – 11,08

15-16     2,31 – 15,56

 

Die endgültige Risikobewertung erfolgt immer in Kombination mit dem freien  und den Ultraschallparametern; isolierte Cut-off-Werte besitzen nur eine eingeschränkte Aussagekraft.

Erniedrigte PAPP‑A-Werte im ersten Trimenon sind mit einem erhöhten Risiko für fetale Chromosomenanomalien und Schwangerschaftskomplikationen assoziiert.

Störfaktoren

 

Präanalytische Einflussfaktoren

  • Falsche Bestimmung des Gestationsalters
  • Unsachgemäße Probenlagerung oder verzögerte Probenverarbeitung

 

Biologische Einflussgrößen

  • Maternales Körpergewicht
  • Raucherstatus
  • Mehrlingsschwangerschaften
  • Ethnische Herkunft
  • IVF/assistierte Reproduktion

 

Analytische Störfaktoren

  • Heterophile Antikörper
  • Rheumafaktoren
  • Seltene Interferenzen durch Autoantikörper

 

Letzte Aktualisierung : 22.07.2026