Luteinisierendes Hormon (LH)

Synonyme: Luteotropin
Analytisches Labor
Material
Material:
  • Serum
Probenmenge
Probenmenge:
1mL
Untersuchungsdauer
Befundrücklauf:
täglich (Mo - Fr: 8.00 Uhr - 18.00 Uhr)
Standort
Standort:
Martinsried
Nachforderungszeitraum
Nachforderung:
14 Tage
Methode
Methode:
  • CMIA
Einheiten
Einheit:
IU/L
Akkreditierung
Akkreditierung:
ja

Proben-Abnahmegefäße

Allgemeine Informationen

LH wird im Hypophysenvorderlappen gebildet und gemeinsam mit FSH durch GnRH reguliert. Bei Frauen ist LH wesentlich für die Auslösung der Ovulation und die Funktion des Corpus luteum. Beim Mann stimuliert LH die Testosteronproduktion in den Leydig-Zellen und trägt zur Regulation der Spermatogenese bei.

Indikation

Die Bestimmung von LH kann eingesetzt werden zur:

  • Vorhersage der Ovulation
  • Beurteilung der Fertilität
  • Diagnostik von hypophysären und gonadalen Funktionsstörungen
  • Abklärung eines Hypogonadismus
  • Abklärung einer Gonadeninsuffizienz
  • Diagnostik bei Amenorrhoe
  • Beurteilung einer vorzeitigen Ovarialinsuffizienz
  • Unterstützung der Diagnostik beim polyzystischen Ovarialsyndrom (PCOS)
  • Beurteilung eines Panhypopituitarismus
  • Diagnostik einer primären testikulären Insuffizienz, Anorchie oder eines Klinefelter-Syndroms

Erhöhte LH-Konzentrationen können bei Menopause, Ovulation, primärer Gonadeninsuffizienz oder hypergonadotropem Hypogonadismus auftreten. Erniedrigte Werte können auf Störungen der Hypothalamus-Hypophysen-Achse hinweisen.

Referenzbereich / Cut-offs

Männer0,57 – 12,07
Frauen, Follikelphase1,80 – 11,78
Frauen, Zyklusmitte7,59 – 89,08
Frauen, Lutealphase0,56 – 14,00
Frauen, Postmenopause (ohne HET)5,16 – 61,99

 

Störfaktoren

Folgende Faktoren können die Messergebnisse beeinflussen:

  • Humane Anti-Maus-Antikörper (HAMA) können bei Patienten nach Anwendung monoklonaler Mausantikörper zu falsch erhöhten oder falsch erniedrigten Ergebnissen führen.
  • Heterophile Antikörper können mit den Reagenzantikörpern reagieren und Interferenzen verursachen.

Für folgende endogene Substanzen wurden keine klinisch relevanten Interferenzen nachgewiesen:

  • Bilirubin bis 20 mg/dL
  • Hämoglobin bis 500 mg/dL
  • Triglyceride bis 3000 mg/dL
  • Gesamtprotein bis 12 g/dL
Letzte Aktualisierung : 31.08.2026