Lues Antikörper-Suchtest
- Serum
- CMIA
Mögliche Proben-Abnahmegefäße

Serum mit Trenngel
Allgemeine Information
der Nachweis einer aktiven Infektion sowie der erstmalig im Labor nachgewiesene Erregerkontakt sind gemäß §7 IfSG für das Labor meldepflichtig (nicht-namentliche! Meldung ans RKI)
Methode:
CMIA = Chemilumineszenz-Mikropartikelimmunoassay: vorhandene Patienten-Ak binden an paramagnetische Partikel, die mit rekombinanten TP-Antigenen (TpN15, TpN17 und TpN47) beschichtet sind; Detektion dieser Bindung über externe Zugabe von Sekundär-Ak (Anti-Human-IgG und -IgM), welche mit einem Stoff ge-labelt sind, der eine Chemilumineszenz und somit ein Lichtsignal erzeugen kann; die Höhe des erzeugten Lichtsignals ist direkt proportional zur Menge der gesuchten Ak im Patientenserum
Indikation:
Referenzbereich / Cut-offs
Erhöhte Werte:
Ein reaktiver Lues-Suchtest muss durch Folgeteste weiter abgeklärt werden, um zum einen die Spezifität des Testergebnisses zu klären und zum anderen herauszufinden, ob eine frische und/oder aktive (Re-)Infektion/Reaktivierung vorliegt. Zu diesem Zweck folgt bei reaktivem Suchtest automatisch die separate Bestimmung der Lues-IgG- und -IgM-Antikörper (sog. monovalente Teste, ELISA) sowie der sog. RPR-Test (s. dort).
Ggf. können weitere Teste wie z.B. die PCR (V.a. sehr frischen Kontakt bei noch! negativen Antikörpern, Abstrich! einer auffälligen Läsion) notwendig sein. Auch die serologische Verlaufskontrolle eines negativen Suchtests kann nach ca. 14 Tagen indiziert sein.
Bitte beachten Sie: den früheren TPPA-Test gibt es nicht mehr, da dessen Produktion vom Hersteller 2022 eingestellt wurde.