freies-T3
- Serum
- CMIA


Proben-Abnahmegefäße
Allgemeine Informationen
fT3 bezeichnet das freie, biologisch aktive Triiodthyronin. T3 entsteht überwiegend durch periphere Umwandlung von T4 und besitzt eine stärkere biologische Wirkung als T4.
Die fT3-Bestimmung wird vor allem bei erniedrigtem TSH zur weiteren Abklärung einer Hyperthyreose eingesetzt. Bei manifester Hyperthyreose ist fT3 erhöht und/oder fT4 erhöht; bei latenter Hyperthyreose sind fT3 und fT4 noch normwertig.
Bei erhöhtem TSH hat die zusätzliche Bestimmung von fT3 in der Regel keinen relevanten diagnostischen Zusatznutzen. Bei einer Hypothyreose kann fT3 trotz vermindertem fT4 noch im Referenzbereich liegen.
Störfaktoren
Bei folgenden Konzentrationen wurde eine mittlere analytische Interferenz von weniger als 10 % festgestellt:
- Hämoglobin: ≤ 500 mg/dL
- Bilirubin: ≤ 20 mg/dL
- Triglyceride: ≤ 2.000 mg/dL
- Gesamtprotein: ≤ 12 g/dL
Schwere Allgemeinerkrankungen beziehungsweise ein Low-T3-Syndrom sowie Arzneimittel wie Glukokortikoide, Propranolol und Amiodaron können die Umwandlung von T4 in T3 vermindern und dadurch erniedrigte FT3-Werte verursachen. Eine Heparinisierung kann durch Freisetzung freier Fettsäuren zu erhöhten freien Schilddrüsenhormonwerten führen. FT3 weist außerdem einen zirkadianen Rhythmus auf.
Bei fehlender Übereinstimmung zwischen Messwert und klinischem Bild sollen weitere Untersuchungen zur Bestätigung durchgeführt werden. Das Ergebnis ist gemeinsam mit TSH, FT4, klinischen Angaben und weiteren Schilddrüsenbefunden zu bewerten.
Referenzbereich / Cut-offs
Kinder und Jugendliche
| Alter | Männlich | Weiblich |
| 4–365 Tage | 0,23–0,49 | 0,23–0,49 |
| 1–12 Jahre | 0,28–0,44 | 0,28–0,44 |
| 12–15 Jahre | 0,29–0,43 | 0,25–0,40 |
| 15–19 Jahre | 0,23–0,39 | 0,23–0,37 |
Erwachsene
| Alter | Referenzbereich |
| 19–125 Jahre | 0,16–0,39 |