β-HCG

Synonyme: beta-HCG, Beta humanes Choriongonadotropin
Analytisches Labor
Material
Material:
  • Serum
Probenmenge
Probenmenge:
1 mL
Untersuchungsdauer
Befundrücklauf:
täglich (Mo - Fr: 8.00 Uhr - 18.00 Uhr)
Standort
Standort:
Martinsried
Nachforderungszeitraum
Nachforderung:
14 Tage
Methode
Methode:
  • CMIA
Einheiten
Einheit:
IU/L
Akkreditierung
Akkreditierung:
ja

Mögliche Proben-Abnahmegefäße

  • Serum mit Trenngel

Wichtig: Bei Gravidität bitte Schwangerschaftswoche angeben

Allgemeine Informationen

β‑hCG (Beta‑humanes Choriongonadotropin) ist ein Hormon, das vor allem während der Schwangerschaft gebildet wird. Es entsteht kurz nach der Einnistung der befruchteten Eizelle.

 

Bedeutung in der Schwangerschaft:

  • β‑hCG ist die Grundlage von Schwangerschaftstests
  • In der Frühschwangerschaft steigt der Wert rasch an (Verdopplung etwa alle 48–72 Stunden)
  • Es sichert den Erhalt des Gelbkörpers und damit die Produktion von Progesteron

 

Indikation

  • Schwangerschaftsdiagnostik
    • Nachweis und Bestätigung einer Schwangerschaft
    • Verlaufsbeurteilung in der Frühschwangerschaft
    • Abschätzung des Gestationsalters

 

  • Abklärung von Schwangerschaftskomplikationen
    • Verdacht auf Extrauteringravidität (Eileiterschwangerschaft)
    • Abortdiagnostik
    • Trophoblastäre Erkrankungen (z. B. Blasenmole)

 

  • Tumordiagnostik
    • Diagnostik und Verlaufskontrolle von Keimzelltumoren (z. B. Hoden‑, Ovarialtumoren)
    • Nachweis und Monitoring von trophoblastären Tumoren (z. B. Chorionkarzinom)
    • Therapiekontrolle und Rezidivnachsorge bei hCG‑produzierenden Tumoren

 

  • Weitere Indikationen
    • Abklärung unklar erhöhter hCG‑Werte bei nicht schwangeren Personen
    • Bestandteil (hier  in Kombination mit anderen Markern)

Referenzbereich/Cutoffs

Frauen: <5 IU/L

Bei Schwangerschaft:

Störfaktoren

Biologische Faktoren

  • Sehr frühe oder sehr späte Schwangerschaft
  • Mehrlingsschwangerschaft (höhere Werte)

 

Pathologische Einflüsse

  • hCG‑produzierende Tumoren (z. B. Keimzelltumoren, trophoblastäre Erkrankungen)
  • Rest‑hCG nach Schwangerschaft, Abort oder Geburt

 

Medikamentöse Einflüsse

  • Exogene hCG‑Gabe (z. B. in der Fertilitätstherapie)

 

Letzte Aktualisierung : 15.04.2026