Short-QT-Syndrom (SQTS)
Das Short-QT-Syndrom ist eine seltene hereditäre Kanalopathie, die durch ein pathologisch verkürztes frequenzkorrigiertes QT‑Intervall (QTc) im Elektrokardiogramm sowie ein deutlich erhöhtes Risiko für atriale und ventrikuläre Arrhythmien gekennzeichnet ist. Eine Diagnose ist in der Regel bei QTc‑Intervallen unter 330–340 ms möglich. Werte zwischen 340–360 ms erfordern zusätzliche diagnostische Kriterien, zum Beispiel den Nachweis einer pathogenen Variante, eine passende Familienanamnese oder eine überlebte ventrikuläre Tachykardie beziehungsweise ein Kammerflimmern bei strukturell unauffälligem Herzen. Das Erkrankungsalter ist breit gefächert und die klinische Präsentation reicht von Palpitationen und Synkopen über Vorhofflimmern bis hin zu potenziell lebensbedrohlichen ventrikulären Arrhythmien.
* Aufgrund laufender Aktualisierungen können die hier aufgeführten Gene vorübergehend vom derzeit aktuellen Portfolio abweichen.
Wissenschaftlicher Hintergrund
Erstellt von: Medicover Genetics Fachredaktion
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