Cytochrom P450 2B6 (CYP2B6)

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Kurzbeschreibung

Das Enzym CYP2B6 ist am Abbau verschiedener Medikamente beteiligt. Das CYP2B6*4-Allel ist mit einer erhöhten Enzymaktivität assoziiert. Verschiedene andere Allel führen zu einer herabgesetzten Aktivität. Dosisanpassungen basierend auf dem Metabolisierertyp können Nebenwirkungen und Therapieresistenzen reduzieren.

Cytochrom P450 2B6 (CYP2B6)
1 Gen*
CYP2B6


* Aufgrund laufender Aktualisierungen können die hier aufgeführten Gene vorübergehend vom derzeit aktuellen Portfolio abweichen.

Wissenschaftlicher Hintergrund

CYP2B6 ist am Metabolismus von ca. 7% gebräuchlicher Arzneistoffe beteiligt.  Insbesondere für Efavirenz und Propofol ist ein Zusammenhang von Genotyp und Arzneimittelwirkung gezeigt.

Wirkstoff
Substanzgruppe
PropofolAnästhetikum
Efavirenzantivirales Therapeutikum
MephenytoinAntikonvulsivum

Verschiedene Varianten im CYP2B6-Gen führen zu einer verminderten oder fehlenden Enzym-Aktivität, wodurch phänotypisch der “intermediäre” oder “langsame Metabolisierertyp” entsteht.  Bei beiden Phänotypen können unter Normdosierung von CYP2B6-Substraten unerwünschte Arzneimittelreaktionen auftreten. Insbesondere für Propofol und Efavirenz sind Dosisempfehlungen im Kontext des Genotyps vorhanden. Eine Dosisreduktion kann hier zur Minderung von Nebenwirkungen führen und damit den Therapieerfolg begünstigen. Weitere Dosisempfehlungen zu verschiedenen Wirkstoffen können den   entnommen werden. Es werden die Poor-Metabolizer-Allele CYP2B6*6-*9, *13, *18-*20, *26 und *28 untersucht.

Das CYP2B6*4-Allel hingegen führt zu einer erhöhten Enzymaktivität auf und ist mit Therapie-Resistenzen assoziiert. Unter Normdosierung von CYP2B6-Substraten wird häufig keine ausreichende Wirkung erzielt. Eine Dosiserhöhung oder Wechsel der Medikation kann in diesen Fällen den Therapieerfolg begünstigen.

Erkrankung
ICD—10
Gen
OMIM—G
ArzneimittelunverträglichkeitT88.7CYP2B6123930
Letzte Aktualisierung : 12.01.2026

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