Fertilitätsstörung bei der Frau

Die Ursachen für Fertilitätsstörungen bei Frauen können vielfältig und komplex sein. Daher bieten wir eine strukturierte und fachübergreifende Diagnostik an, die in verschiedene Stufen gegliedert ist, um eine präzise Ursachenfindung zu ermöglichen.

Stufe I: Analyse des Hormonprofils. Diese initiale Untersuchung dient der Identifikation von hormonellen Ungleichgewichten.

Stufe IIa (bei unauffälligem Hormonprofil): Chromosomenanalyse als weitere diagnostische Maßnahme.

Stufe IIb (bei auffälligem Hormonprofil): Je nach Ergebnis des Hormonprofils bieten wir folgende Untersuchungen an:

  • Bei einem hypergonadotropen Hypogonadismus: Chromosomenanalyse.
  • Bei einem hypogonadotropen Hypogonadismus: Chromosomenanalyse und ggfs. Genpanel-Analyse
  • Bei prämaturer Ovarialinsuffizienz: Chromosomenanalyse, Untersuchung des FMR1-Gens, ggfs. Genpanel-Analyse und ggfs. Array-CGH
  • Bei Verdacht auf adrenogenitales Syndrom (AGS): Untersuchung des CYP21A2-Gens und ggfs. Genpanel-Analyse

Zusatzoptionen:

  • Bei Verdacht auf Eizellreifungsstörungen: Chromosomenanalyse und ggfs. Genpanel-Analyse
  • Bei wiederholtem Implantationsversagen: endometriale Mikrobiomanalyse und Immunstatus
  • Zur Differentialdiagnose von Zöliakie: Autoantikörper-Test und HLA-Typisierung

Diese Optionen unterstützen die Identifikation und Charakterisierung von Fertilitätsstörungen. Sie ermöglichen eine detaillierte und gezielte Untersuchung, die auf die individuellen Bedürfnisse und Befunde der Patientinnen abgestimmt ist.

Fertilitätsstörung beim Mann

Die Ursachen für Fertilitätsstörungen bei Männern sind vielschichtig und können eine komplexe Diagnostik erfordern. Um eine präzise Ursachenfindung zu ermöglichen, bieten wir eine strukturierte und fachübergreifende Diagnostik an, die in verschiedene Stufen unterteilt ist.

Stufe I: Analyse des Hormonprofils. Diese initiale Untersuchung zielt darauf ab, hormonelle Ungleichgewichte zu identifizieren.

Stufe IIa (bei unauffälligem Hormonprofil): Chromosomenanalyse als weiterführende diagnostische Maßnahme.

Stufe IIb (bei auffälligem Hormonprofil):

  • Bei Hyper- oder normogonadotropem Hypogonadismus: Chromosomenanalyse.
  • Bei hypogonadotropem Hypogonadismus: Chromosomenanalyse und ggfs. Genpanel-Analyse
  • Bei unauffälligem Spermiogramm: Chromosomenanalyse, Spermien DNA Fragmentierung Assay (nur am Standort Berlin verfügbar).

Bei auffälligem Spermiogramm:

  • Verdacht auf obstruktive Azoospermie: Chromosomenanalyse, CFTR, ADGRG2, ggfs. Genpanel-Analyse
  • Nicht-obstruktive Azoospermie: Chromosomenanalyse, AZF Mikrodeletionen, ggfs. Genpanel-Analyse
  • Oligozoospermie: Chromosomenanalyse, AZF Mikrodeletionen, ggfs. Genpanel-Analyse

Zusatzoptionen:

  • Zur Differentialdiagnose von Zöliakie: Autoantikörper-Test und HLA-Typisierung

Diese diagnostischen Schritte unterstützen die Identifikation und Charakterisierung von Fertilitätsstörungen bei Männern. Sie ermöglichen eine detaillierte und gezielte Untersuchung, die auf die individuellen Bedürfnisse und Befunde der Patienten abgestimmt ist.